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Meetings, Trainings, Workshops verbessern

Meetings, Trainings und Workshops verbessern?

Vier Ansatzpunkte, um besser zusammenzuarbeiten. Meetings, Trainings und Workshops waren für mich bislang getrennte Welten: Operativ vs. strategisch vs. individuell. Trotzdem hängen diese Sitzungskulturen enger zusammen, als mir das bewusst ist. Ich habe festgestellt, dass sich bei der Gestaltung viel von der einen auf die andere Besprechungsform übertragen lässt. Mit diesem Artikel will ich zunächst die drei Formen auseinanderklamüsern und dann einen explorativen Ausblick geben. Dieser kann Dir helfen, Deine eigenen Meetings, Trainings oder Workshops zu verbessern. Dieser Beitrag ist zudem das Follow-Up zu „Team oder Gruppe?„.

Raus aus der Komfortzone – aber wohin dann?

Von Komfortzonen ist immer dann die Rede, wenn es darum geht, sie zu verlassen. Über den Tellerrand blicken, über seinen Schatten springen, an die Grenzen gehen – und darüber hinaus. Es wird immer nur ein „raus“ gefordert, aber niemand kann so richtig sagen, wohin eigentlich, wie weit raus man gehen darf oder was das für Konsequenzen mit sich bringt. Mindestens so schlecht, wie in der routiniert-kuscheligen Wohlfühlzone zu verharren, ist, sich zu schnell zu weit aus ihr hinauszuwagen. Im Sport gilt: Wer seine Muskeln überdehnt, verletzt sich. Und wer in Organisationen zu schnell zu viel will, erntet Frustration, Panik, Widerstände. Ein Plädoyer für kleine Schritte und gesunden Pragmatismus.

Komplexithoden

Komplexithoden: Mehr Komplexität zulassen

Wer sich mit neuen Organisationsformen und neuem Arbeiten beschäftigt, kommt in Deutschland an Niels Pfläging nicht vorbei. Durch seine langjährige Tätigkeit im “Beyond Budgeting Round Table” verfügt er über viel Expertise in dem Bereich. Er hat einige Bücher zum Thema verfasst und arbeitet als Redner und Berater. Niels Pfläging ist quasi der deutsche Frederick Laloux. Und sein neues Buch “Komplexithoden”, das er gemeinsam mit Silke Hermann geschrieben hat, ist das pragmatische Gegenstück zu “Reinventing Organizations”. “Komplexithoden” ist ein tolles und erfrischendes Buch: extrem auf den Punkt formuliert (jedes Thema hat nur eine Doppelseite) und mit auflockernden Scribbles versehen. Es ist zugleich pragmatisch und weist auf viele Ansatzpunkte für konkretes Handeln hin ohne dabei ein zu kleinteiliges How-To zu liefern. Niels Pfläging war so freundlich, mir ein Buch zur Rezension zu schicken.

Moderationstraining-Workshop

Moderationstraining: Der „Workshop-Workshop“

Anfang der Woche hatten Valentin, Jörg und ich das große Vergnügen, im Rahmen der „Selfmade-Lab„-Expertenreihe einen Workshop-Workshop zu halten, also eine Veranstaltung dazu, wie man bessere Workshops macht. Das Motto war: „Selbstbewusster, ergebnisreicher und kreativer mit anderen zusammenarbeiten.“ Wir hatten viel Spaß an diesem halben Tag, den wir mit fast 20 Teilnehmern in den wunderbaren Räumlichkeiten der „Hanseatischen Materialverwaltung“ verbringen durften. Hier ein paar Eindrücke.

Team-Gruppe-Teilnehmer

Team oder Gruppe? 5 Faustformeln für die Moderation

Die Settings und Ausgangslagen meiner Projekte sind oft sehr unterschiedlich: Verschiedene  Branchen und Ansprechpartner  aus unterschiedlichen Abteilungen. In allen Projekten bin ich dafür verantwortlich, eine gute, effiziente und ergebnisreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten. Dafür muss ich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Mit diesem ersten Post möchte ich aufdröseln, welche Formen von Teilnehmerkreisen es gibt, und fünf Faustformeln vorstellen, die mir in der Workshop-Gestaltung helfen. Ein weiterer zu Meetings, Trainings und Workshops wird folgen.

Unternehmen-Macht-Politik

Was man mit Macht in Moderationen macht

Wer mit Menschen in Gruppen arbeitet und sie bei Erneuerungsprozesse begleitet, stolpert sehr schnell über die Themen Macht, Einfluss und Interessen. Mit diesem Beitrag möchte ich mich diesen spannenden und komplexen Themen in einem ersten Schritt nähern. Es geht um die zehn wichtigsten Akteure der Macht und wie man diese in Workshops und Moderationen berücksichtigt.

Organisationskultur

Unternehmenskultur gestalten

Organisations- oder Unternehmenskultur ist ein schwieriger Begriff: einerseits allgegenwärtiges Buzzword, andererseits unscharf und schwer zu greifen. Und schwer zu gestalten. Wie sagte der amerikanische Ökonom und Managementberater Peter Drucker so schön: “Culture eats strategy for breakfast.” Ende Juni hatte ich das Vergnügen, die Metaplan Summer School zum Thema „Organisationskulturen beeinflussen“ zu besuchen. Drei Tage im beschaulichen Quickborn. Drei Tage Inspiration für die tägliche Beratungs- und Moderationspraxis. Drei Tage reinste intellektuelle Kraftnahrung. Ich sage nur: „nicht entschiedene Entscheidungsprämissen“. Ein kleiner Erfahrungsbericht mit meinen wichtigsten Erkenntnissen – sofern man ein 30 Stunden-Seminar überhaupt auf ca. 15 Minuten Lesezeit reduzieren kann. Und am Ende gibt´s einen besonderen Rabatt, also dranbleiben.

Redewendungen

Füllwörter und Worthülsen

Ich finde, Sprache ist etwas sehr Schönes, und ich freue mich über jede Premiumformulierung. Aber es gibt auch die andere Seite der Medaille, die dunkle Seite rhetorischer Brillanz: Füllwörter und Sprachblasen die sich immer mal wieder in den Wortschatz drängeln. Mit diesem Artikel möchte ich mich und Euch für zwei Dinge sensibilisieren: Erstens, und das wisst Ihr schon: Vermeidet Füllwörter, sie schwächen nur die eigentliche Botschaft. Zweitens, und das ist das Spannende: Achtet als Moderator darauf, wie Diskussionsteilnehmer Füllwörter benutzen und versucht sie durch Nachfragen zu dekonstruieren. Das kann Euch helfen, versteckte Einschätzungen und Konflikte an die Oberfläche zu bringen.

Moderator-Selbstverstaendnis

Warum ich niemals nie nur der Moderator bin

Ein Blog über gute Moderation braucht ein Selbstverständnis von guter Moderation. In sieben Punkte möchte ich dieses  Selbstverständnis skizzieren. Als guter Moderator bewege ich mich  an der Schnittstelle von Mediation, Beratung und Unterhaltung. Ich muss die Interessen der Teilnehmenden berücksichtigen, mit Konflikten umgehen können, ein Vorhaben voranbringen, die Wahl der richtigen Methoden, Materialien und Interaktionen treffen und natürlich die Teilnehmer zum Lachen zu bringen.