Alle Artikel in: Standpunkte

Stillstand

Völliger Stillstand

„Veränderung wird überbewertet“, sagte der alte Kreitler und lehnte sich in seinem Chefsessel zurück. Vor ihm stand wieder mal einer, der hier frischen Wind reinbringen wollte. Wie oft hatten diese Innovationsenthusiasten ihn in den letzten Jahrzehnten schon belästigt. Diesmal war es sein neuer Leiter Forschung und Entwicklung, ein junges Bürschlein von noch nicht mal 40 Jahren. Er stand vor ihm und quasselte etwas von Neuaufstellung, Zukunftsfähigkeit und Anpassung an veränderte Umfeldbedingungen.

Dr. Maik Bohne, Hamburg Port Authority Dr. Maik Bohne, Hamburg Port Authority Beteiligungsprozesse moderieren

Beteiligungsprozesse moderieren (GASTBEITRAG)

Mit unserem ersten Gastbeitrag widmen wir uns dem Thema „Beteiligungsprozesse moderieren“. Mit Dr. Maik Bohne haben wir auch einen tollen Autor gewinnen können. Maik arbeitet bei der Hamburg Port Authority und hat es mit öffentlich kontrovers diskutierten Fragen zu tun. Seine Themen betreffen immer viele Interessen und Gruppen. Um Themen in solchen schwierigen Situationen voranzubringen, setzt er u.a. auf Beteiligungsverfahren. So war er für das Dialogforum Tideelbe verantwortlich. Ich kenne Maik von gemeinsamen Politikseminaren aus Göttingen. Nach dem Studium haben wir uns eine ganze Weile aus den Augen verloren. Während ich in die Zukunftsforschung eingetaucht bin, hat er promoviert und war für die beteiligungsorientierte Kommunikationsberatung IFOK in Berlin tätig. Erst seit er in Hamburg wohnt, plauschen wir bei Mittagessen auch über Moderationsthemen. Ich freue mich sehr, dass er den ersten Gastbeitrag schreibt und seine Grundsätze für die Moderation von Beteiligungsprozessen mit uns teilt.

Mit Störern in Workshops umgehen

Wie Du mit Störern in Workshops umgehen kannst

Vor einigen Jahren habe ich einmal eine Präsentation vor einer Gruppe von Ingenieuren aus einem Elektronikkonzern gehalten. 2-3 Personen haben mir systemastisch jedes Chart und jede Aussage auseinandergenommen. In der Mittagspause hat mich mein Ansprechpartner zur Seite genommen und sagte „Alles gut, Jörg. Das sind Ingenieure. Die nehmen alles bis zur kleinsten Schraube auseinander, um alles zu verstehen.“ Seither freue ich mich über solche aktive Formen der Aneignung. Aber es gibt auch die unangenehmen, wenig produktiven Störer. In diesem Beitrag stelle ich sieben Typen vor. Vier sind gefährlich, einer harmlos und zwei sind sogar nützliche Querulanten. Zum Schluss findest Du noch meine 13 Faustformeln wie Du mit Störern in Workshops umgehen kannst. Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #Kritikprofis vom PR-Doktor Dr. Kerstin Hoffmann. 

Dirk Bathen, Jörg Jelden und Valentin Heyde

Rückblick nach vorn zum Halbjahres-Geburtstag

Unser Blog hat halbjähriges Jubiläum. Und 2016 steht vor der Tür. Ein guter Anlass für ein Zwischenfazit und etwas Blick voraus. Welche Beiträge wurden am meisten geklickt? Was hat komfortzonen.de mit uns gemacht und was mit unserem Umfeld, unseren Projekten, der Zusammenarbeit. Was kommt bei uns ins Rollen, was wollen wir anpacken und was wünscht Ihr euch eigentlich, werte Lesende?

Meetings, Trainings, Workshops verbessern

Meetings, Trainings und Workshops verbessern?

Vier Ansatzpunkte, um besser zusammenzuarbeiten. Meetings, Trainings und Workshops waren für mich bislang getrennte Welten: Operativ vs. strategisch vs. individuell. Trotzdem hängen diese Sitzungskulturen enger zusammen, als mir das bewusst ist. Ich habe festgestellt, dass sich bei der Gestaltung viel von der einen auf die andere Besprechungsform übertragen lässt. Mit diesem Artikel will ich zunächst die drei Formen auseinanderklamüsern und dann einen explorativen Ausblick geben. Dieser kann Dir helfen, Deine eigenen Meetings, Trainings oder Workshops zu verbessern. Dieser Beitrag ist zudem das Follow-Up zu „Team oder Gruppe?„.

Raus aus der Komfortzone – aber wohin dann?

Von Komfortzonen ist immer dann die Rede, wenn es darum geht, sie zu verlassen. Über den Tellerrand blicken, über seinen Schatten springen, an die Grenzen gehen – und darüber hinaus. Es wird immer nur ein „raus“ gefordert, aber niemand kann so richtig sagen, wohin eigentlich, wie weit raus man gehen darf oder was das für Konsequenzen mit sich bringt. Mindestens so schlecht, wie in der routiniert-kuscheligen Wohlfühlzone zu verharren, ist, sich zu schnell zu weit aus ihr hinauszuwagen. Im Sport gilt: Wer seine Muskeln überdehnt, verletzt sich. Und wer in Organisationen zu schnell zu viel will, erntet Frustration, Panik, Widerstände. Ein Plädoyer für kleine Schritte und gesunden Pragmatismus.

Komplexithoden

Komplexithoden: Mehr Komplexität zulassen

Wer sich mit neuen Organisationsformen und neuem Arbeiten beschäftigt, kommt in Deutschland an Niels Pfläging nicht vorbei. Durch seine langjährige Tätigkeit im “Beyond Budgeting Round Table” verfügt er über viel Expertise in dem Bereich. Er hat einige Bücher zum Thema verfasst und arbeitet als Redner und Berater. Niels Pfläging ist quasi der deutsche Frederick Laloux. Und sein neues Buch “Komplexithoden”, das er gemeinsam mit Silke Hermann geschrieben hat, ist das pragmatische Gegenstück zu “Reinventing Organizations”. “Komplexithoden” ist ein tolles und erfrischendes Buch: extrem auf den Punkt formuliert (jedes Thema hat nur eine Doppelseite) und mit auflockernden Scribbles versehen. Es ist zugleich pragmatisch und weist auf viele Ansatzpunkte für konkretes Handeln hin ohne dabei ein zu kleinteiliges How-To zu liefern. Niels Pfläging war so freundlich, mir ein Buch zur Rezension zu schicken.

Moderationstraining-Workshop

Moderationstraining: Der „Workshop-Workshop“

Anfang der Woche hatten Valentin, Jörg und ich das große Vergnügen, im Rahmen der „Selfmade-Lab„-Expertenreihe einen Workshop-Workshop zu halten, also eine Veranstaltung dazu, wie man bessere Workshops macht. Das Motto war: „Selbstbewusster, ergebnisreicher und kreativer mit anderen zusammenarbeiten.“ Wir hatten viel Spaß an diesem halben Tag, den wir mit fast 20 Teilnehmern in den wunderbaren Räumlichkeiten der „Hanseatischen Materialverwaltung“ verbringen durften. Hier ein paar Eindrücke.

Team-Gruppe-Teilnehmer

Team oder Gruppe? 5 Faustformeln für die Moderation

Die Settings und Ausgangslagen meiner Projekte sind oft sehr unterschiedlich: Verschiedene  Branchen und Ansprechpartner  aus unterschiedlichen Abteilungen. In allen Projekten bin ich dafür verantwortlich, eine gute, effiziente und ergebnisreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten. Dafür muss ich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Mit diesem ersten Post möchte ich aufdröseln, welche Formen von Teilnehmerkreisen es gibt, und fünf Faustformeln vorstellen, die mir in der Workshop-Gestaltung helfen. Ein weiterer zu Meetings, Trainings und Workshops wird folgen.