Im letzten Jahr waren wir zu Gast beim Symposium „Post-bürokratisches Organisieren“. Zusammen mit Forschungspartnern stellten Judith Muster und Finn-Rasmus Bull ihre Ergebnisse zu Themen wie Holakratie, Selbstorganisation und Working Out Loud vor. Neben guten Diskussionen und Vorträgen haben wir dabei vor allem einen schönen Begriff mitgenommen: „Post-bürokratische Organisation“.
Statt auf den Agile-Zug aktueller Managementmode aufzuspringen und ein visionär-unerreichbares Zielbild zu malen, benennt der Begriff Post-bürokratisch vor allem das, wovon man sich wegbewegen will. Er benennt die Motivation hinter einer Wendung in Richtung Agilität. Und er lässt den Zielraum bewusst offen für weitere Antworten neben oder nach „agil“. Der Charme: auch wenn „agile“ als Modethema überholt oder als Begriff verbrannt ist, bleibt „Post-bürokratisch“ davon unberührt. Angesichts der Vielfalt möglicher Zukünfte hat es uns inspiriert in der Begleitung von Transformationsprozessen eher das zu benennen, wovon man sich lösen möchte und was den aktuellen Schmerz benennt, als eine mögliche Antwort zu überhöhen.
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