Ahnenforschung: Bricolage für Wirkung statt Ergebnisse

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Als junge Menschen hat uns MacGyver schwer beeindruckt. Immer wieder konnte sich der Serienheld über die verrücktesten Umwidmungen von Dingen aus den unpässlichsten Situationen befreien und die Bösen zur Strecke bringen. Dieses Prinzip der radikalen Mittelorientierung und -kombination wird auch Bricolage genannt und entspricht sehr unserem Agieren in Workshops und dem Entwickeln von Organisationen. Um Wirkung zu erzeugen und Teams und Organisationen voranzubringen, schauen wir auf alles, was irgendwie da ist und sich nutzen und umnutzen lässt. Dabei nutzen wir auch schon mal Methoden bewusst anders als gedacht. Der Blick auf mögliche Wirkungen einer Intervention im weiteren Prozess ist etwas fundamental anderes als die Orientierung an Ergebnissen im Workshop. Und etwas, das uns sehr wichtig ist.

Bricolage wurde 1962 vom Ethnologen Claude Lévi-Strauss vorgestellt, also 40 Jahre vor Effectuation. Lévi-Strauss grenzt die improvisierende Bricoleur*in von der rational-planenden Ingenieur*in ab. Effectuation grenzt kreative Unternehmer*innen von rational-planenden Manager*innen ab, aber das Muster ist ähnlich. Und der jüngst verstorbene Organisationsforscher Karl E. Weick hat Bricolage in seiner populären Analyse des Mann-Gulch-Waldbrands 1993 genutzt, um über die Resilienz von Organisationen nachzudenken. Von dort stammt auch ein Satz, der für uns wegweisend ist: “Drop your tools or you will die.”

Dieser Artikel ist Teil des Newsletters High Five #52.

Als junge Menschen hat uns MacGyver schwer beeindruckt. Immer wieder konnte sich der Serienheld über die verrücktesten Umwidmungen von Dingen aus den unpässlichsten Situationen befreien und die Bösen zur Strecke bringen. Dieses Prinzip der radikalen Mittelorientierung und -kombination wird auch Bricolage genannt und entspricht sehr unserem Agieren in Workshops und dem Entwickeln von Organisationen. Um Wirkung zu erzeugen und Teams und Organisationen voranzubringen, schauen wir auf alles, was irgendwie da ist und sich nutzen und umnutzen lässt. Dabei nutzen wir auch schon mal Methoden bewusst anders als gedacht. Der Blick auf mögliche Wirkungen einer Intervention im weiteren Prozess ist etwas fundamental anderes als die Orientierung an Ergebnissen im Workshop. Und etwas, das uns sehr wichtig ist.

Bricolage wurde 1962 vom Ethnologen Claude Lévi-Strauss vorgestellt, also 40 Jahre vor Effectuation. Lévi-Strauss grenzt die improvisierende Bricoleur*in von der rational-planenden Ingenieur*in ab. Effectuation grenzt kreative Unternehmer*innen von rational-planenden Manager*innen ab, aber das Muster ist ähnlich. Und der jüngst verstorbene Organisationsforscher Karl E. Weick hat Bricolage in seiner populären Analyse des Mann-Gulch-Waldbrands 1993 genutzt, um über die Resilienz von Organisationen nachzudenken. Von dort stammt auch ein Satz, der für uns wegweisend ist: “Drop your tools or you will die.”

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