Lasst uns über Produktivität sprechen. Und über unsere meetingzentrierte Arbeitskultur mit ihrem Face-to-Face-Fetisch. Natürlich ist es gerade auch jetzt während der Lockdown-Isolation wichtig, in Kontakt mit Kolleginnen und Vorgesetzten zu bleiben, sich auszutauschen, abzustimmen und zu entscheiden. Was uns dieser Boom der Videokonferenzen gerade aber auch zeigt ist, wie unreflektiert „analoge“ Arbeits-Strukturen 1:1 ins Remote-Digitale übersetzt werden. Egal ob physisch oder virtuell: Vieles, was in Meetings besprochen wird, lässt sich auch asynchron erledigen, z.B. Feedback zu Präsentationen einholen, Brainstormings zu neuen Ideen oder Status-Updates zu Projekten. Wird dies im Vorfeld klug organisiert, lässt sich die Meeting-Zeit viel sinnvoller nutzen für zielführende Diskussionen und relevante Entscheidungen. Mit Blick auf den aktuellen „Zoom-Boom“ können wir Dir den Artikel „Zoom Is Not the Problem – Our Meeting-Centric Workflow Is“ von Nuclino ans Herz legen. Grundtenor: „being connected“ ist nicht automatisch auch „being productive“. Vielleicht ist dies genau die richtige Zeit, die eigenen Meeting-Strukturen und -Anlässe zu hinterfragen, mehr Wert auf asynchrones Arbeiten zu legen und damit zeit- und kostenintensive Meetings wieder zu etwas wirklich Wichtigem zu machen.
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