Wahrscheinlich experimentieren wir alle ja gerade mit unserem Setup für die Remote-Arbeit. In einigen Online-Sessions – vor allem mit mehreren Teilnehmern – macht es durchaus Sinn, alle Teilnehmenden zu bitten, ihr Mikro stummzuschalten und nur bei Wortbeiträgen zu aktivieren. So hält man den virtuellen Raum ruhig und lässt keine störenden Nebengeräusche in den Äther. Allerdings führt das auch häufig zu der moderativen Intervention: „Äh, du musst Dein Mikro erst einschalten.“ Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass viele Teilnehmende unserer Remote-Sessions so diszipliniert sind, dass die Stummschaltung gar nicht erforderlich ist. Es klappt – vor allem bei eingespielten Teams – erstaunlich gut, wenn alle ihr Mikro offen haben und sich in puncto Rederecht selbst organisieren oder sich über Handzeichen melden. Das entlastet uns als Moderatoren, ständig Bild- und Tonabgleiche machen zu müssen und im Blick zu behalten, wer jetzt eigentlich dran ist und ob dessen Mikro an ist… Alle auf stumm hemmt auch atmosphärischen Hintergrund, Spontanes und Improvisation. Daher sagen wir: Mut zu unmute (und stehen damit nicht alleine).
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