Eine kleine und unaufwändige, aber umso kraftvoller wirkende Übung ist „Talk to the wall“. Dabei stellen alle ihr Mikro aus und gehen – idealerweise im Bild bleibend – zur Wand gegenüber der Kamera. Die Wand bist du selbst – und du schlüpfst in die Rolle eines guten Freundes oder einer Freundin, der/die zu dir spricht und dir seine Meinung sagt oder einen Ratschlag gibt. Wir setzen diese Übung ein, wenn es gegen Ende einer Session darum geht, persönliche Erkenntnisse zu reflektieren oder Handlungsimpulse abzuleiten. Dadurch, dass du in die Rolle eines engen Vertrauten schlüpfst, kannst du dir selbst die Meinung sagen oder ganz andere, unbequeme Fragen stellen. Wer das einmal ausprobiert hat weiß, dass das eine ganz andere Erfahrung ist, als wenn man die Teilnehmer*innen „nur“ bittet, für sich selbst Erkenntnisse oder Handlungsimpulse abzuleiten.
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