Post-bürokratische Organisationen für die Zukunft

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Wenn sich das alte Jahr dem Ende neigt und das neue noch nicht ganz bereit ist, wenn die Arbeit (hoffentlich) zur Ruhe kommt und diese wunderkomische Zeit zwischen den Jahren ansteht, dann gibt es kaum Tolleres als ein gutes Buch. Unsere absolute Lese- und/oder Hörempfehlung ist „Ministerium für die Zukunft“ von Kim Stanley Robinson. Es wirft einen atemberaubenden Blick in eine plausible Klima-Zukunft. Der Plot: Ende der 2020er-Jahre gründet die UN ein Ministerium für die Zukunft, das die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und die Interessen zukünftiger Generationen und Spezies vertreten soll. Die Geschichte handelt von den Anstrengungen der Ministerin im internationalen und interorganisationalen Kontext, von einer großen Katastrophe (Hitzewelle), von Radikalisierungen (Geheimoperationen, Klimaterroristen), innovativen Projekten (Carbon Coins), nationalen Alleingängen (Geoengineering) und vielen anderen spannenden Themen und Figuren. Es gibt immer wieder kurze Kapitel, die auch Modelle, Konzepte und Theorien darlegen, wie Gesellschaften und Wirtschaft funktionieren und sich wandeln bzw. nicht wandeln. Eines dieser Überraschungsinspirationen ist das Konzept „Structures of Feelings“. Demnach sind Gefühle, Stimmungen und das Erleben der Welt nicht nur individuell geprägt, sondern ebenso sozial, kulturell und historisch.

„Wenn sich Dinge so oder so „anfühlen“, hat das ebenfalls etwas mit Periodisierung zu tun, denn unsere Gefühle sind nicht nur biologisch, sondern auch sozial und kulturell und damit historisch. … Wie man sich in der eigenen Zeit fühlt, hängt also zum Teil oder sogar überwiegend von der Gefühlsstruktur dieser Ära ab. Wenn sich die Struktur mit der Zeit ändert, ändert sich auch das Gefühl – sowohl im Körper als auch im Verständnis.“ 

Passend dazu sind wir gespannt auf das neue Buch von Judith Muster, Finn-Rasmus Bull und Jens Kapitzky zu „Post-bürokratisches Organisieren„.

Dieser Artikel ist Teil des Newsletters High Five #20.

Wenn sich das alte Jahr dem Ende neigt und das neue noch nicht ganz bereit ist, wenn die Arbeit (hoffentlich) zur Ruhe kommt und diese wunderkomische Zeit zwischen den Jahren ansteht, dann gibt es kaum Tolleres als ein gutes Buch. Unsere absolute Lese- und/oder Hörempfehlung ist „Ministerium für die Zukunft“ von Kim Stanley Robinson. Es wirft einen atemberaubenden Blick in eine plausible Klima-Zukunft. Der Plot: Ende der 2020er-Jahre gründet die UN ein Ministerium für die Zukunft, das die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und die Interessen zukünftiger Generationen und Spezies vertreten soll. Die Geschichte handelt von den Anstrengungen der Ministerin im internationalen und interorganisationalen Kontext, von einer großen Katastrophe (Hitzewelle), von Radikalisierungen (Geheimoperationen, Klimaterroristen), innovativen Projekten (Carbon Coins), nationalen Alleingängen (Geoengineering) und vielen anderen spannenden Themen und Figuren. Es gibt immer wieder kurze Kapitel, die auch Modelle, Konzepte und Theorien darlegen, wie Gesellschaften und Wirtschaft funktionieren und sich wandeln bzw. nicht wandeln. Eines dieser Überraschungsinspirationen ist das Konzept „Structures of Feelings“. Demnach sind Gefühle, Stimmungen und das Erleben der Welt nicht nur individuell geprägt, sondern ebenso sozial, kulturell und historisch.

„Wenn sich Dinge so oder so „anfühlen“, hat das ebenfalls etwas mit Periodisierung zu tun, denn unsere Gefühle sind nicht nur biologisch, sondern auch sozial und kulturell und damit historisch. … Wie man sich in der eigenen Zeit fühlt, hängt also zum Teil oder sogar überwiegend von der Gefühlsstruktur dieser Ära ab. Wenn sich die Struktur mit der Zeit ändert, ändert sich auch das Gefühl – sowohl im Körper als auch im Verständnis.“ 

Passend dazu sind wir gespannt auf das neue Buch von Judith Muster, Finn-Rasmus Bull und Jens Kapitzky zu „Post-bürokratisches Organisieren„.

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