High Five #51: Von explodierenden Werwölfe-Türmen und lustigen Top-10-Lachsen

Lesedauer: 4 Minuten

Hallo,

Spielen ist ein wichtiger Teil in unseren Workshops. Spiele helfen aufzulockern, Gruppendynamiken sichtbar zu machen, neue Erfahrungen zu machen, tiefere Reflexionen anzuregen und so vieles mehr. Schon Plato sagte angeblich:

“Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.”

Neben all den Teamspielen und Übungen, die wir selbst konzipieren, adaptieren oder von anderen übernehmen, nutzen wir für unsere Workshops oder die Team-Abende auch bereits existierende Gesellschaftsspiele. Das Angebot an Brett- und Kartenspielen ist gigantisch. In diesem Newsletter stellen wir ein paar dieser Spiele vor, die uns gute Dienste leisten und die für wenig Geld im Spiel- oder Buchladen der Wahl zu haben sind. Auf LinkedIn haben wir einen Post geschrieben, in dem weitere Spiele aus der Facilitation-Community zusammengekommen sind. Wenn Du also weitere Spiele kennst, beschenke uns doch mit einem Spiel deiner Wahl durch einen Kommentar unter diesem Post.

Nicht ganz Gesellschaftsspiel, aber dennoch gesellig und spielerisch geht es in unserem Workshop auf der Leadershift, der brand eins Konferenz für junge Führungskräfte, zu. Im September spielen wir Delegation Poker und setzen dieses wertvolle Werkzeug in Bezug zu Führungsstilen. 

Ebenfalls um Delegation Poker geht es beim Auftakt zu „Deep Lunch„, unserer neuen Event-Reihe für Führungskräfte. Die Idee: wir treffen uns über Mittag für eine knappe Stunde Impuls-Workshop in kleiner Runde, danach gemeinsam essen, reden, netzwerken. Kein ganzer Workshop-Tag, keine Fortbildung, kein sperriger Netzwerk-Abend. Sondern: ein konkretes Werkzeug ausprobieren, einen gezielten Impuls mitnehmen, dazu gutes Essen, gute Gespräche.

Deep Lunch #01 steigt am 6. Mai von 12 bis 14 Uhr in Hamburg, genauer: auf St. Pauli. Es sind noch 3 (von 12 Plätzen) frei. Du bist in einer Führungsposition und willst dabei sein? Schreib uns einfach eine kurze Mail an hallo@komfortzonen.de.

Aber nun erst einmal viel Spaß mit den teamtauglichen Gesellschaftsspielen.

Bis bald
Dirk, Jörg und Valentin


1. Lustige Lachse und explodierende Katzen

Immer wenn es einen Adrenalin/Energie-Schub braucht, ist „Happy Salmon“ eine gute Wahl. Das Spiel dauert nur 90 Sekunden, kreiert Lacher, ist laut, chaotisch und schnell. Eine Runde „Happy Salmon“ gegen das Suppen-Koma? Easy! Eine Runde als Abschluss-Aktivität? Perfekt! Es braucht drei bis acht Menschen. Bei größeren Teams lassen sich auch zwei Spielsets kombinieren. Hier eine schöne Erklärung auf TikTok.

Der Verlag bietet mit “Exploding Kittens” und “Was stimmt nicht mit Dir?” auch noch zwei andere tolle Spiele, die sich gut in Team-Workshops machen.


2. Zwei Werwölfe und ein Boom

Wer größere Kinder hat oder regelmäßig in größeren Gruppen unterwegs ist, hat sicher schon einmal „Werwölfe aus Düsterwald“ gespielt. Es ist ein sogenanntes Social Deduction Game bei dem einige Spieler*innen Werwölfe sind und nachts Dorfbewohner*innen (die übrigen Mitspieler*innen) töten. Tagsüber geben sich die Werwölfe als normale Dorfbewohner*innen aus. Die richtigen und die falschen Dorfbewohner*innen versuchen die Werwölfe zu identifizieren. Die Werwölfe tun alles, um den Verdacht auf Unschuldige zu lenken. 

Nach ähnlichen Prinzipien funktioniert auch das etwas unbekanntere „Two Rooms and a Boom“. Bis zu 60 Personen werden auf zwei Räume aufgeteilt. Jede Person wird verdeckt einem Team zugeordnet. Im blauen Team gibt es den*die Präsident*in, im Roten den*die Attentäter*in. Über drei kurze Runden werden „Geiseln“ ausgetauscht und wechseln die Räume. Wenn nach den drei Runden der Präsident*in und Attentäter*in im gleichen Raum sind, gewinnt Rot. Sind sie in getrennten Räumen, gewinnt Team Blau. 

Für beide Spiele gibt es viele Erweiterungen für erfahrene Spieler*innen. Beide Spiele sind perfekt für einen geselligen Team-Abend mit 8-18 bzw. 60 Personen und dauern 15-20 Minuten pro Spiel. Für Two Rooms and a Boom gibt es Community-basierte Übersetzungen zum Ausdrucken hier und hier sowie eine Harry Potter Version: Two Rooms and a Broom


3. „Du bist die 1?!“

Das kooperative Partyspiel “Top Ten” lässt nichts anbrennen und es geht jedes Mal hoch her. Eine Person liest einen Prompt vor wie „Orte für eine romantisches Date von 1 für totale Katastrophe bis 10 für das perfekte Date.“ Die anderen ziehen eine Zahlenkarte. Reihum werden nun entsprechend der Zahlenkarte Antworten zum Prompt genannt und die erste Person muss raten, welche Zahlenkarte jede Person hat. Es braucht 4-11 Personen und ist zeitlich sehr flexibel.

Es ist immer wieder herrlich wie unterschiedlich die Wahrnehmungen und wie bizarr einige Einschätzungen sind.


4. Sechs Kaffee und 20 Liegestütze

Auch Fun Facts ist ein teamtaugliches, kooperatives Partyspiel. In der Originalversion braucht es vier bis acht Personen und ca. 30 Minuten Zeit. Zu Prompts wie “Wie viele Liegestütze schaffst du?”, „Wie viele Tassen Kaffee trinkst du pro Tag?“ oder “Wie lange ist dein perfektes Nickerchen?” notiert jede*r die persönliche Zahl auf einer wiederbeschreibbaren Tafel. Auf die Rückseite wird der eigene Name geschrieben. Anschließend geht es darum, die verdeckten Plättchen gemeinsam in die richtige Reihenfolge zu bringen. Wenn das Team fertig sortiert hat, wird umgedreht. “Offiziell” gibt es dann für jede richtige Abfolge Punkte, aber wir spielen das meist nur “for fun”. 

Dieses Spiel lässt sich auch sehr gut improvisieren und skalieren. Wir haben uns dafür eine Liste mit 100 Fragen zusammengestellt und eine Packung wiederbeschreibbarer Whiteboard-Karten besorgt. Dazu noch genug Whiteboard-Stifte mit Radierfunktion und schon lässt sich das Spiel auch mit 20+ Personen spielen.


5. Turmbau zu Babel

Jenga„, das Turm-Spiel, bei dem reihum eines der 54 Holzklötzen aus einem Turm gezogen und obenauf gelegt werden muss, kennen sicher viele. Und es gibt unzählige Varianten dazu: Wahrheit oder Pflicht, falsche Hand, nur eine Hand, Timer, Stäbchen,… Und das Rollenspiel „Dread“ setzt darauf, bei schwierigen Aktivitäten (z.B. gegen einen wilden Zombie zu kämpfen) Steine aus dem Turm zu ziehen, statt zu würfeln.

Wir haben den Jenga-Turm kürzlich als Risiko-Indikator in einem Soziodrama rund um das Thema Cross-Selling genutzt. Schon im soziometrischen Warm-up wurden die ersten Steine gezogen, um deutlich zu machen, wie sicher und stabil die Ausgangslage gerade ist. Bei den anschließenden Szenen haben wir im Nachgang Steine gezogen, die dem Risikoempfinden entsprachen. Das Tolle daran: der Turm blieb auch nach dem Spiel und dem Sharing im Raum. So spielten Menschen einer Kleingruppe gedankenverloren weiter mit dem Turm beim Diskutieren und Zuhören. Aber das ist eine andere Geschichte…

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Spielen ist ein wichtiger Teil in unseren Workshops. Spiele helfen aufzulockern, Gruppendynamiken sichtbar zu machen, neue Erfahrungen zu machen, tiefere Reflexionen anzuregen und so vieles mehr. Schon Plato sagte angeblich:

“Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.”

Neben all den Teamspielen und Übungen, die wir selbst konzipieren, adaptieren oder von anderen übernehmen, nutzen wir für unsere Workshops oder die Team-Abende auch bereits existierende Gesellschaftsspiele. Das Angebot an Brett- und Kartenspielen ist gigantisch. In diesem Newsletter stellen wir ein paar dieser Spiele vor, die uns gute Dienste leisten und die für wenig Geld im Spiel- oder Buchladen der Wahl zu haben sind. Auf LinkedIn haben wir einen Post geschrieben, in dem weitere Spiele aus der Facilitation-Community zusammengekommen sind. Wenn Du also weitere Spiele kennst, beschenke uns doch mit einem Spiel deiner Wahl durch einen Kommentar unter diesem Post.

Nicht ganz Gesellschaftsspiel, aber dennoch gesellig und spielerisch geht es in unserem Workshop auf der Leadershift, der brand eins Konferenz für junge Führungskräfte, zu. Im September spielen wir Delegation Poker und setzen dieses wertvolle Werkzeug in Bezug zu Führungsstilen. 

Ebenfalls um Delegation Poker geht es beim Auftakt zu „Deep Lunch„, unserer neuen Event-Reihe für Führungskräfte. Die Idee: wir treffen uns über Mittag für eine knappe Stunde Impuls-Workshop in kleiner Runde, danach gemeinsam essen, reden, netzwerken. Kein ganzer Workshop-Tag, keine Fortbildung, kein sperriger Netzwerk-Abend. Sondern: ein konkretes Werkzeug ausprobieren, einen gezielten Impuls mitnehmen, dazu gutes Essen, gute Gespräche.

Deep Lunch #01 steigt am 6. Mai von 12 bis 14 Uhr in Hamburg, genauer: auf St. Pauli. Es sind noch 3 (von 12 Plätzen) frei. Du bist in einer Führungsposition und willst dabei sein? Schreib uns einfach eine kurze Mail an hallo@komfortzonen.de.

Aber nun erst einmal viel Spaß mit den teamtauglichen Gesellschaftsspielen.

Bis bald
Dirk, Jörg und Valentin


1. Lustige Lachse und explodierende Katzen

Immer wenn es einen Adrenalin/Energie-Schub braucht, ist „Happy Salmon“ eine gute Wahl. Das Spiel dauert nur 90 Sekunden, kreiert Lacher, ist laut, chaotisch und schnell. Eine Runde „Happy Salmon“ gegen das Suppen-Koma? Easy! Eine Runde als Abschluss-Aktivität? Perfekt! Es braucht drei bis acht Menschen. Bei größeren Teams lassen sich auch zwei Spielsets kombinieren. Hier eine schöne Erklärung auf TikTok.

Der Verlag bietet mit “Exploding Kittens” und “Was stimmt nicht mit Dir?” auch noch zwei andere tolle Spiele, die sich gut in Team-Workshops machen.


2. Zwei Werwölfe und ein Boom

Wer größere Kinder hat oder regelmäßig in größeren Gruppen unterwegs ist, hat sicher schon einmal „Werwölfe aus Düsterwald“ gespielt. Es ist ein sogenanntes Social Deduction Game bei dem einige Spieler*innen Werwölfe sind und nachts Dorfbewohner*innen (die übrigen Mitspieler*innen) töten. Tagsüber geben sich die Werwölfe als normale Dorfbewohner*innen aus. Die richtigen und die falschen Dorfbewohner*innen versuchen die Werwölfe zu identifizieren. Die Werwölfe tun alles, um den Verdacht auf Unschuldige zu lenken. 

Nach ähnlichen Prinzipien funktioniert auch das etwas unbekanntere „Two Rooms and a Boom“. Bis zu 60 Personen werden auf zwei Räume aufgeteilt. Jede Person wird verdeckt einem Team zugeordnet. Im blauen Team gibt es den*die Präsident*in, im Roten den*die Attentäter*in. Über drei kurze Runden werden „Geiseln“ ausgetauscht und wechseln die Räume. Wenn nach den drei Runden der Präsident*in und Attentäter*in im gleichen Raum sind, gewinnt Rot. Sind sie in getrennten Räumen, gewinnt Team Blau. 

Für beide Spiele gibt es viele Erweiterungen für erfahrene Spieler*innen. Beide Spiele sind perfekt für einen geselligen Team-Abend mit 8-18 bzw. 60 Personen und dauern 15-20 Minuten pro Spiel. Für Two Rooms and a Boom gibt es Community-basierte Übersetzungen zum Ausdrucken hier und hier sowie eine Harry Potter Version: Two Rooms and a Broom


3. „Du bist die 1?!“

Das kooperative Partyspiel “Top Ten” lässt nichts anbrennen und es geht jedes Mal hoch her. Eine Person liest einen Prompt vor wie „Orte für eine romantisches Date von 1 für totale Katastrophe bis 10 für das perfekte Date.“ Die anderen ziehen eine Zahlenkarte. Reihum werden nun entsprechend der Zahlenkarte Antworten zum Prompt genannt und die erste Person muss raten, welche Zahlenkarte jede Person hat. Es braucht 4-11 Personen und ist zeitlich sehr flexibel.

Es ist immer wieder herrlich wie unterschiedlich die Wahrnehmungen und wie bizarr einige Einschätzungen sind.


4. Sechs Kaffee und 20 Liegestütze

Auch Fun Facts ist ein teamtaugliches, kooperatives Partyspiel. In der Originalversion braucht es vier bis acht Personen und ca. 30 Minuten Zeit. Zu Prompts wie “Wie viele Liegestütze schaffst du?”, „Wie viele Tassen Kaffee trinkst du pro Tag?“ oder “Wie lange ist dein perfektes Nickerchen?” notiert jede*r die persönliche Zahl auf einer wiederbeschreibbaren Tafel. Auf die Rückseite wird der eigene Name geschrieben. Anschließend geht es darum, die verdeckten Plättchen gemeinsam in die richtige Reihenfolge zu bringen. Wenn das Team fertig sortiert hat, wird umgedreht. “Offiziell” gibt es dann für jede richtige Abfolge Punkte, aber wir spielen das meist nur “for fun”. 

Dieses Spiel lässt sich auch sehr gut improvisieren und skalieren. Wir haben uns dafür eine Liste mit 100 Fragen zusammengestellt und eine Packung wiederbeschreibbarer Whiteboard-Karten besorgt. Dazu noch genug Whiteboard-Stifte mit Radierfunktion und schon lässt sich das Spiel auch mit 20+ Personen spielen.


5. Turmbau zu Babel

Jenga„, das Turm-Spiel, bei dem reihum eines der 54 Holzklötzen aus einem Turm gezogen und obenauf gelegt werden muss, kennen sicher viele. Und es gibt unzählige Varianten dazu: Wahrheit oder Pflicht, falsche Hand, nur eine Hand, Timer, Stäbchen,… Und das Rollenspiel „Dread“ setzt darauf, bei schwierigen Aktivitäten (z.B. gegen einen wilden Zombie zu kämpfen) Steine aus dem Turm zu ziehen, statt zu würfeln.

Wir haben den Jenga-Turm kürzlich als Risiko-Indikator in einem Soziodrama rund um das Thema Cross-Selling genutzt. Schon im soziometrischen Warm-up wurden die ersten Steine gezogen, um deutlich zu machen, wie sicher und stabil die Ausgangslage gerade ist. Bei den anschließenden Szenen haben wir im Nachgang Steine gezogen, die dem Risikoempfinden entsprachen. Das Tolle daran: der Turm blieb auch nach dem Spiel und dem Sharing im Raum. So spielten Menschen einer Kleingruppe gedankenverloren weiter mit dem Turm beim Diskutieren und Zuhören. Aber das ist eine andere Geschichte…

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