In physischen Workshops sind wir uns als Facilitatoren der Wichtigkeit von Präsenz bewußt. Wir stellen z.B. regelmäßig Augenkontakt mit allen Teilnehmenden der Gruppe her. In der Leitung virtueller Sessions ist es deutlich schwieriger, Präsenz aufzubauen und Augenkontakt herzustellen. Denn üblicherweise bewegen wir hauptsächlich unsere Augen und schauen dabei auf kleine Video-Kacheln. Unsere Gegenüber wissen nicht, wen wir gerade ansehen – und fühlen sich schnell nicht gesehen. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, virtuell Blickkontakte mit der Gruppe herzustellen. Du schaust zunächst direkt in die Kamera. So fühlen sich Teilnehmende angesehen, wissen aber auch, dass du gerade nur in die Linse schaust. Dann richtest Du den Blick auf 2-3 Menschen und bewegst dabei den ganzen Kopf und nicht nur die Augen. Anschließend schaust Du wieder kurz in die Kamera und nimmst zwei, drei andere Menschen in den Blick.
Dieses Wechselspiel aus direktem Blick in die Kamera und Checken der Gruppe ist ein tolles Äquivalent zum Augenkontakt in physischen Workshops. Wir haben die Technik unter dem Stichwort „Cast the net“ bei Peta Lily kennengelernt – sie lässt sich prima immer mal wieder einbauen. Neben Präsenz hat diese Übung auch das Ziel die Kohärenz der Gruppe zu stärken und die Teilnehmer*innen wieder als Gruppe zusammenzubringen.






