Aus dem Kontext selbstorganisierter agiler Teams kommt das spannungsbasierte Arbeiten. Über sogenannte “Clear the air”-Runden geht es darum, regelmäßig Spannungen zu entladen und gar nicht erst zu ausgemachten Konflikten reifen zu lassen. Das Format basiert auf Grundprinzipien der gewaltfreien Kommunikation, die wir schon länger nutzen. So erzählt Person A, was aus ihrer Sicht passiert ist (Beobachtung), wie sie sich gefühlt hat (Befinden), welche Bedürfnisse sie in diesem Kontext hat (Bedürfnisse) und was sie sich von anderen wünscht (Bitte). Person B hört nicht nur zu, sondern spiegelt anschließend das Gehörte möglichst wortgetreu. Erst wenn Person A sich gehört und auf allen Ebenen richtig verstanden fühlt, folgen die Perspektiven von Person B.
“Clear the air” ist eine gute Routine für einen konstruktiven Umgang mit Spannungen. Wir nutzen das Format auch in Management-Offsites mit erfahrenen Leitungsteams. Die Stärke liegt zum einen in der Selbsterkenntnis der eigenen Gefühle und Bedürfnisse als auch in der Praxis des Spiegelns, das ein tieferes Verständnis füreinander zur Folge hat. Vertiefte Beschreibungen gibt es hier und hier.






