Hin und wieder lohnt es sich ja, etwas rauszuzoomen und einen abstrakten Blick auf die eigenen Praktiken zu werfen. Solch einen Moment haben wir jedes Mal, wenn wir mal wieder hinterfragen, was eigentlich in Workshops passiert? Was sind Workshops eigentlich für Konstrukte? Was passiert dort mit Gruppen jenseits der konkreten Ergebnisse? Uns begegnete kürzlich das Konzept von Liminalität bzw. liminal Spaces, das einen sehr interessanten Blick auf Workshops erarbeitet. Liminalität bezeichnet physische oder zeitliche Räume und Rituale des Übergangs. In diesen hat das Bisherige an Gültigkeit stark eingebüßt und das mögliche Neue gilt noch nicht. Das folgende Zitat drückt es noch viel schöner aus:
“Liminalität (von lat. limen – die Schwelle) beschreibt bei Turner … einen Zustand der labilen Zwischenexistenz, der den Übergang und eine Neu-Definition von Identität markiert und somit kulturelle Spielräume für Experimente und Innovation eröffnet. Die liminale Erfahrung impliziert das In-Bewegung-Sein und die stetige Aktualisierung von sozialen Beziehungen und Strukturen und weist dabei auf ihre soziale Konstruktion und somit auf ihre Veränderbarkeit hin.” (Quelle)





