High Five
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High Five #05: Von konkreten Zukünften und Werkzeugen für das Zurückblicken.

Hallo,
herzlich willkommen zur neuen Ausgabe „High Five“ mit Inspirationen rund um die Themen Organisationsgestaltung und Workshop-Facilitation. Viel Spaß damit!

1.  Virtuelles Zusammenarbeiten mit Mural.

Vor einiger Zeit haben wir die virtuelle Whiteboard-Lösung von Mural vorgestellt. Seit dem Artikel hat sich einiges getan, und auch bei uns war das Tool etwas in Vergessenheit geraten. Nun hat Mural sich in den letzten Monaten wieder zu einem Standardtool unserer Arbeit gemausert. Wir haben es bislang weniger in der direkten Workhop-Moderation verwendet, sondern nutzen es, um Projektverfahren zu strukturieren, Gespräche vorzubereiten oder interne Themen zu entwickeln. Wer also nach einer kollaborativen Möglichkeit sucht, virtuell Post-Its zu schreiben und zu teilen, sollte definitiv einen Blick auf Mural werfen. 


2. Zukünfte konkretisieren.

Bei uns im Büro hängt ein Poster aus der Zukunft, ein Werbeplakat der NASA zur Zukunft des Weltraumreisens. Jüngst sind wir über ein Interview gestolpert, in dem ein Illustrator und „Visual Strategist“ der NASA erzählt, dass diese Posterserie eigentlich gestaltet wurde, um die Forschung zu diversen Exoplaneten anfassbarer zu machen und die Unterschiedlichkeit der Planeten zu feiern. Pro Planet stand jeweils ein herausragendes Merkmal im Fokus. Ursprünglich als interne Flurdeko gedacht, wurden die retronostalgischen Poster mittlerweile millionenfach heruntergeladen. Das Spannende ist hier das Thema Design Fiction: sich mit experimentellen Zukünften zu beschäftigen und diese möglichst konkret und erlebbar zu machen. Jörg hat bereits vor ein paar Jahren einen Artikel zu Design Fiction geschrieben, und auch „What-if…“-Szenarien sind ein kraftvolles Tool, um das Morgen ins Heute zu holen und sich dadurch konkret und anfassbar mit der Zukunft auseinanderzusetzen, die man ja erst noch gestalten möchte.


3. Ermüdende Vorstellungsrunden vermeiden.

Klassische Vorstellungsrunden sind nicht so unsere Sache, denn Reihum-Intros sind tendenziell ermüdendendender Workshop-Start. Wir arbeiten da lieber mit anderen Mechaniken wie Aufstellungen oder Dialogfragen. Manchmal auch mit unterstützenden haptischen Hilfsmitteln wie Bildkarten. Kleine Inspiration für abwechslungsreiche Vorstellungs-Sessions: die Teilnehmenden können sich anhand von persönlichen Dingen vorstellen, die sie bei sich tragen. Konkret: jeder holt den Schlüsselbund raus und stellt sich den anderen anhand der Dinge vor, die daran baumeln. Als Variation kann diese Vorstellung auch in Tandems geschehen, und anschließend stellt jeder Teilnehmende den Tandem-Partner mit ein oder zwei Eigenschaften in der großen Gruppe vor.


4. Werkzeugvielfalt in Retrospektiven mit dem Retromat.

Wer kennt diese lustigen Kinderbücher, bei denen das Buch in drei Segmente geteilt ist und man wild Köpfe, Ober- und Unterkörper miteinander mischen kann? Genau nach dieser Logik funktioniert der Retromat von Corinna Baldauf. Das handliche Online-Werkzeug ist immer wieder Inspiration für die Methodenvielfalt in Retrospektiven. Retro-was? Falls du dich das fragst, gibt es hier einen Artikel dazu in unserem Blog
Vor ein paar Tagen kam die frohe Kunde, dass es den Retromaten nun (erneut) in gedruckter Form gibt. Wir haben direkt bestellt und finden, dass die Papierform toll ist. Ist auch ein super Mitbringsel für Leute, die vielleicht gerade erst mit der Moderation von Retrospektiven anfangen. Bestellen könnt ihr den Papier-Retromaten hier


5. „OKRs are NOT for Command and Control.“

Christina Wodtke gehört zu den führenden Köpfen rund um die Arbeit mit dem gefragten Management-System OKR (Objectives and Key Results). Vor ein paar Tagen schrieb sie in einem Artikel zum Thema „Cascading OKRs at scale“ folgenden Absatz: 
„OKRs are NOT for Command and Control. Do not use OKRs if you want to control people’s activities. Only use OKRs if you want to direct your people toward desired outcomes and trust them enough to figure out how. OKRs ONLY work for empowered teams, otherwise they are a travesty (a travesty reminiscent how Agile is implemented in most companies, so not that shocking. But still upsetting.)“
Damit spricht sie uns aus der Seele, denn es ist immer wieder erstaunlich und frustrierend, wie oft wir in letzter Zeit Sätze wie „ja, dieses OKR machen wir jetzt auch“ hören und dann sehen, wie viel Theater und Travestie da eigentlich dahinter steckt.


Danke fürs Lesen und Deine Zeit.

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Beste Grüße und einen schönen Tag,
Dirk, Jörg und Valentin

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