Das Buch „Wie Ziegen und Fische fliegen lernen: Die Entwicklungskraft von Konflikten in Unternehmen“ von Wilfried Kerntke hat uns einen Ansatz näher gebracht, der ebenfalls sehr gut zu unserer Arbeit passt. Statt den Konflikt vorrangig zu psychologisieren und eng auf die Protagonist*innen und ihre Gefühle zu beschränken, wirbt er dafür, die wichtigsten Stakeholder*innen bei der Suche nach Lösungen einzubinden.
Er zeigt auf, dass Konflikte in Organisationen immer von anderen beobachtet werden und daher immer auch andere betreffen. Mit fortschreitender Konfliktdynamik werden Zaungäste zu Stakeholder*innen und irgendwann zu weiteren Protagonist*innen. Stakeholder*innen haben zudem oft das Wissen und die Weitsicht für gute Lösungen, die den Protagonist*innen abhandengekommen ist. Das Einbeziehen der Stakeholder*innen weitet also die Perspektive auf den Konflikt und hilft, ihn von der zwischenmenschlichen Ebene wegzubringen, den Fokus mehr auf die Sachebene zu lenken und darüber zu deeskalieren. Mehr dazu auch hier.
Bei einem unserer Kunden hat dies dazu geführt, dass es statt eines Konfliktgesprächs zwischen Abteilungsleitung und Teamleitung einen Workshop gab, an dem auch die Bereichsleitung und weitere Teammitglieder teilnahmen.





