Facilitation Skill „Nunchi“

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Kennst du den Begriff “Kuchisabishii”? Der kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie: Eigentlich habe ich keinen Hunger, aber ich esse etwas, weil mein Mund sonst so einsam ist. Schön. Poetisch. Nun, endlich haben wir auch einen Begriff für ein Phänomen gefunden, das eine wichtige Fähigkeit für uns Facilitator*innen ist: 

Mit “Nunchi” wird im Koreanischen die Fähigkeit bezeichnet, eine Situation zu “lesen” und Atmosphäre und Stimmungen im Raum zu spüren. Gerade für Menschen, die Workshops oder Meetings leiten, ist die Eigenschaft, unterschwellige Informationen aufzunehmen und darauf zu reagieren, besonders wichtig, um eine Verbindung zur Gruppe und zu einzelnen Teilnehmer*innen aufzubauen. 

Das Ungesagte, das wir in Workshops wahrnehmen, spiegeln wir entweder an die Gruppe zurück (“Ich nehme hier gerade eine etwas unangenehme Stille wahr. Wie wirkt das auf euch?”) oder, wenn wir heiklere Themen vermuten, in Einzelgesprächen in der Pause (“Ich habe dich eben lauter und ungehaltener erlebt als sonst. Habe ich das richtig wahrgenommen?”). Manche Stimmungen sind gar nicht so leicht zu lesen, daher ist es ein großer Vorteil, dass wir fast immer im Tandem moderieren. So kann sich die Person, die gerade nicht im Moderations-Lead ist, verstärkt auf “Nunchi” konzentrieren. 

Dieser Artikel ist Teil des Newsletters High Five #45.

Kennst du den Begriff “Kuchisabishii”? Der kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie: Eigentlich habe ich keinen Hunger, aber ich esse etwas, weil mein Mund sonst so einsam ist. Schön. Poetisch. Nun, endlich haben wir auch einen Begriff für ein Phänomen gefunden, das eine wichtige Fähigkeit für uns Facilitator*innen ist: 

Mit “Nunchi” wird im Koreanischen die Fähigkeit bezeichnet, eine Situation zu “lesen” und Atmosphäre und Stimmungen im Raum zu spüren. Gerade für Menschen, die Workshops oder Meetings leiten, ist die Eigenschaft, unterschwellige Informationen aufzunehmen und darauf zu reagieren, besonders wichtig, um eine Verbindung zur Gruppe und zu einzelnen Teilnehmer*innen aufzubauen. 

Das Ungesagte, das wir in Workshops wahrnehmen, spiegeln wir entweder an die Gruppe zurück (“Ich nehme hier gerade eine etwas unangenehme Stille wahr. Wie wirkt das auf euch?”) oder, wenn wir heiklere Themen vermuten, in Einzelgesprächen in der Pause (“Ich habe dich eben lauter und ungehaltener erlebt als sonst. Habe ich das richtig wahrgenommen?”). Manche Stimmungen sind gar nicht so leicht zu lesen, daher ist es ein großer Vorteil, dass wir fast immer im Tandem moderieren. So kann sich die Person, die gerade nicht im Moderations-Lead ist, verstärkt auf “Nunchi” konzentrieren. 

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