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Heureka – endlich gibt es Post-its zum Bedrucken. Oder doch nicht?

post-its bedrucken

Workshop-Materialien von Hand gestalten – das liegt uns am Herzen. Und dennoch ist es manchmal praktisch, auch den Drucker mitarbeiten zu lassen. Seit neuestem kann uns der Epson-Kollege sogar bei unseren Haftnotizen helfen. Wie? Darum geht’s in diesem Beitrag und ebenso um die Frage, ob das nicht sogar ein prima Produkt für 3M oder Neuland sein könnte. Wer nicht lange lesen will, springt einfach gleich zur Schritt-für-Schritt-Anleitung fürs „Post-its bedrucken“: Klick!

Manchmal schlage ich mir mit der flachen Hand gegen die Stirn. Klatsch. Innerlich begleitet von dem Satz: „Arghhhhh. Warum bin ich darauf denn nicht viel früher gekommen.“ Beinahe kamen mir Tränen, als ich letzthin in die Lego-Berge meiner Nichten eintauchte und dabei entdeckte, dass die uralten Zäune horizontal auf andere Steine passen.lego-heureka-2

What?! Das mag manchem als Klitzekleinigkeit erscheinen. Ich jedoch wünschte mir sofort eine Zeitmaschine, um diese Konstruktionsoption in meiner Kindheit einzusetzen.

Manchmal wäre es einfach schön, auch Haftnotizen bedrucken zu können

Was zum Kuckuck hat das jetzt mit Post-its oder Sticky-Notes zu tun? Nun, auch da gab es in den erkenntnisreichen letzten Wochen eine heureka-eske Revolution. Ein innovativer Produktionsschritt – von dem ich fast sicher bin, dass er auch in anderen Büros schon gegangen wurde. Uns war er bislang aber unbekannt. Zur Ausgangslage: Wir lieben die händische Produktion von haptischen Workshop-Materialien:

  • gemalte Poster.
  • handgeschriebene Überschriften.
  • beschriebene Haftnotizen, meist Post-Its oder Sticky-Notes von Neuland.

Alles offline. Nix digital. Wir lieben das. Erst kürzlich hat Jörg hier im Blog über die „10 besten Post-it-Alternativen geschrieben„. Aber alle diese Materialien bringen uns auch immer wieder an Grenzen in der Workshop-Vorbereitung. Das Gestaltete ist kaum zu vervielfältigen. Beschriebene Poster und Zettel lassen sich nur mit großem Aufwand iterieren. Digitaler Input lässt sich bislang nicht mit copy & paste auf Poster übertragen, sondern muss frickelig von Hand in andere Formate gebracht werden. Und so weiter und so fort. Deswegen nutzen wir immer wieder auch Gedrucktes für Teile unserer Workshop-Materialien. Für Arbeitsbögen zum Beispiel. Manchmal für Poster-Überschriften oder kleinere Zettel.

Unser Heureka-Moment zum Thema Haftnotizen

Das spart zwar Zeit auf der Produktionsseite, beraubt uns aber gleichzeitig zweier Standard-Workshop-Materialien, die wir gerne einsetzen. Denn weder Post-its noch X-tra Sticky Cards von Neuland lassen sich bedrucken. Oder doch? Doch! Klar geht das. Au Backe, warum sind wir da bislang noch nicht drauf gekommen. Es ist so einfach. Zum Kopfschütteln leicht. Und zwar so:

Post-its bedrucken – so geht’s:

post-its bedrucken

  1. Vorlage anlegen: Du legst ein Dokument mit passgenauen Rahmen für Deine Haft-Zettel im DIN-A4-Format an (eine einfache PDF-Vorlage für Stick-It X-tra Cards von Neuland im Format 12,5cm x 9,5cm kannst du hier herunterladen).
  2. Vorlage vorbereiten: Du druckst dieses Dokument als Vorlage aus. Nun legst Du ein dünnes A4-Papier auf diese Vorlage und siehst die Rahmen durchscheinen.
  3. Haftnotizen platzieren: Jetzt klebst Du Deine Haftnotizen passgenau und einzeln in die durchscheinenden Rahmen und zwar mit der bis zum Rand haftenden Seite in die Richtung, in die Dein Drucker das Papier zieht.
  4. Textvorlage anlegen: Du legst ein zweites Dokument an, in dem die Rahmen nicht sichtbar sind, die Textboxen aber an der gleichen Position sitzen.
  5. Texte einfügen: In diesem Dokument schreibst Du jetzt die Texte für Deine Haftnotizen.
  6. Haftnotizen bedrucken: Jetzt legst Du das beklebte A4-Papier in den Drucker. Eventuell musst Du vorher noch mal gucken, auf welchem Weg Dein Drucker das Papier zieht. Und jetzt bedruckst Du fröhlich Deine Sticky-Notes oder Post-Its und freust Dich über die gesparte Zeit.

Wir haben das bislang nur mit unserem Tintenstrahl-Drucker gemacht. Beim großen Laser-Drucker habe ich mich den Test noch nicht getraut 🙂

Zugegeben: Das ist nur ein Minimum Viable Product. Denn das einzelne Aufkleben der Post-its oder selbstklebenden Neuland-Moderationskarten ist freilich eine neue Nervensäge im Büro. Aber immerhin.

Hallo Neuland, hallo 3M, hallo Produktentwicklungsabteilungen

Und an dieser Stelle sage ich mal: Hallo Neuland, hallo 3M, hallo Tesa, hallo Avery Zweckform, kurzum: hallo Produktentwicklungsabteilungen aller Unternehmen, die in der Lage sind Haftnotizen herzustellen:

Wäre das nicht was? „Ready-to-print Haftnotiz-Bögen“. Sagen wir mal, ein Haftnotizblock kostet 2,99 Euro. Gebt uns die gleichen Zettel vorbereitet auf den nagelneuen Ready-To-Print-Bögen und wir zahlen da gerne das 3- bis 5-fache für. Macht ihr das? Ja? Ach, das wäre klasse!

Wollt Ihr bedruckbare Haftnotizen?

Und ihr Workshop-Leiter, Facilitatoren- und Moderatoren, wollt ihr das nicht auch? Wer weiß, wenn ihr alle „Hier!“ schreit, am besten in den Kommentaren, dann wird das vielleicht Wirklichkeit?! Das wäre kaum zu glauben. Wer weiß. Wir würden uns über dieses Produkt jedenfalls freuen. Bis es soweit ist, kleben wir jetzt fleißig weiter Zettel auf Papier. Und freuen uns darüber, dass man mit Lego-Zäunen um die Ecke bauen kann.

PS: Zwar noch als Kind, aber auch viel zu spät entdeckt – folgendes:

lego-heureka-1

 

Valentin Heyde

Valentin Heyde

Als Berater und Moderator arbeitet Valentin an der Schnittstelle von Kommunikation, Strategie und Innovation. Mit Heyde Ventures berät er Mittelständler, Konzerne, Startups und Einzelpersonen wie CEOs oder Stifter. Berufstätig seit 1997, arbeitete er fünf Jahre als freiberuflicher Journalist für das FOCUS Magazin, produzierte Web-TV-Shows für AOL Deutschland und wechselte 2003 dann in die PR- und strategische Kommunikationsberatung. Gute Geschichten und Storytelling sind ihm ein Herzensthema, das er unter anderem als Dozent an der Hamburger Akademie für Publizistik weiter gibt. Valentin Heyde ist Diplom-Politologe, Fotograf und Mitgründer von kleinerdrei. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Hamburg.

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Als Berater und Moderator arbeitet Valentin Heyde an der Schnittstelle von Kommunikation, Strategie und Innovation. Mit Heyde Ventures berät er Mittelständler, Konzerne, Startups und Einzelpersonen wie CEOs oder Stifter. Berufstätig seit 1997, arbeitete er fünf Jahre als freiberuflicher Journalist für das FOCUS Magazin, produzierte Web-TV-Shows für AOL Deutschland und wechselte 2003 dann in die PR- und strategische Kommunikationsberatung. Gute Geschichten und Storytelling sind ihm ein Herzensthema, das er unter anderem als Dozent an der Hamburger Akademie für Publizistik weiter gibt. Valentin Heyde ist Diplom-Politologe, Fotograf und Mitgründer von kleinerdrei. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Hamburg. www.valentinheyde.de Kontakt auf Xing

  • smet73

    Ich mache das gerne mit Spray Mount (ablösbar), es reicht auch partielles besprühen. Aber ich empfehle die Anwendung im Freien!

    • valentinheyde

      Ja, diesen Kleber nutzen wir auch sehr gerne – vor allem für speziellere Einzelanwendungen. Aber spätestens bei 90 Karten bin ich heilfroh über diese Lösung. Geht einfach viel, viel schneller. Und sauberer obendrein.