Alle Artikel in: Standpunkte

Führung Metaplan

Da ist vorne: Die vier Mythen der Führung (Gastbeitrag)

„Führung“ ist ein viel strapazierter Begriff, der unterschiedlich ausgelegt werden kann. Ist Hierarchie schon Führung? Braucht effektive Führungsarbeit klare Regeln – oder führt nicht gerade die Person, die in Unsicherheit entscheidet? In vielen meiner letzten Projekte wurden Fragen nach der Führungskultur und dem gemeinsamen Führungsverständnis aufgeworfen, und dabei habe ich wieder einmal festgestellt, wie weit das Feld hier ist und was alles in diesen Topf geworfen wird. Umso erfreuter war ich, als ich die letzte Ausgabe des Metaplan-Magazins VERSUS gelesen habe. Dort haben die geschätzten Kolleg*innen Christoph Narholdt und Judith Muster einen Leitartikel zum Thema „Führung“ verfasst. Der ist so schön und schön prägnant, dass wir vom Komfortzonen-Team uns sehr freuen, diesen Text hier als Gastbeitrag zu veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen. (Dirk Bathen) Weshalb Organisationen tatsächlich Führung brauchen. Und wieso sie ganz anders entsteht, als man gemeinhin annimmt Kaum ein Klischee hält sich in der Unternehmenswelt so hartnäckig wie das des überlasteten Managers. Viele Führungskräfte beklagen – aus ihrer Perspektive: zu Recht – das Übermaß an anstehenden Entscheidungen und Aufgaben, die auf ihnen lasten. Eine …

Warum in Führungskräfte-Workshops der Flurfunk mitgedacht werden sollte

Wenn sich die Führungsebene eines Unternehmens für einen gemeinsamen Workshop zurückzieht, wirft das in der Belegschaft häufig Fragen auf: Was machen die da eigentlich? Und am Tag nach dem Workshop muss jede Geschäftsführerin oder jeder Abteilungsleiter in seinem Team die Frage beantworten: Wie war’s denn? Und was habt Ihr da gemacht? In diesem Beitrag möchte ich kurz darlegen, warum es gerade in Offsites mit Führungskräften wichtig ist, sich am Ende die Zeit zu nehmen, den Flurfunk mitzudenken: Was sagen wir morgen den Kolleginnen und Kollegen? Und was bleibt erstmal unter uns? Mal in Ruhe reflektieren Führungskräfte-Workshops, in denen Vorstand, Geschäftsführer oder Abteilungsleiter zusammenkommen, sind aus Sicht der Beteiligten häufig ein seltenes Erlebnis. Sie ziehen sich ein bis zwei Tage aus ihrem Unternehmen zurück, um sich in der Gruppe mit sich selbst zu beschäftigen. Um gemeinsam das Vergangene zu reflektieren und vielleicht die Weichen für die Zukunft zu stellen. Im Alltag bleibt für diese Verantwortlichen nie die Zeit, sich jenseits des operativen Geschäfts darüber auszutauschen, was gut läuft, was weniger gut läuft, was besser laufen könnte, …

Co Moderator Titel

Die verborgenen Seiten des Co-Moderators

Oder: Wie Du den Co-Moderator bestimmt noch nie erlebt hast. „Wieso wollen Sie unseren Workshop unbedingt zu zweit moderieren und wofür brauchen Sie einen Co-Moderator?” Diese Frage begegnet uns häufig. Wir nehmen das mal zum Anlass, die die Rolle des Co-Moderators zu beleuchten. Denn in der Tat ist die „Nummer zwei” ein viel zu wenig beachteter Charakter in Workshops. Ich habe daher einige andere Moderationsexperten um ein Statement zum Thema Co-Moderation gebeten und anschließend vier Rollen der Co-Moderation entwickelt. Zwei davon hast Du vermutlich schon erlebt oder ausgefüllt. Die anderen beiden laborieren eher im Verborgenen und tauchen unerwartet aus dem Off auf.

Bikeshedding: Wenn die Nebensache zur Hauptsache wird

Liebe Freunde des gepflegten Bullshit-Bingos, hochverehrte Workshop-Teilnehmer auf der verzweifelten Suche nach Small-Talk-Themen für die nächste Meetingpause. Unser Bürokollege Thomas, ein guter und grundgescheiter Mann in den besten Jahren, der in jeder Weise in Ordnung ist, hat mich neulich mit einem mir bis dahin unbekannten Begriff versorgt. Und für Neologismen bin ich bekanntlich so empfänglich wie ein Vollblut-Callcenter-Agent für hilfesuchende Anrufer. Bikeshedding, das ist mein Thema heute – und es ist Deine „Hausaufgabe“ im nächsten Meeting mal zu beobachten, wann und wie sich der Fahrradschuppen-Effekt zeigt.

Hackday

Hackday: Die Stärke, gemeinsam in kurzer Zeit viel zu schaffen

Kennst Du das? Du hast Deine Alltagsaufgaben und Routinen. Sie ermöglichen es Dir, schnell und effizient Dinge zu erledigen. Leider gibt es immer auch eine ganze Menge Themen, die außerhalb des Routine-Rasters liegen, die permanent wegrutschen, für die einem der Mut oder die Klarheit fehlen. Dabei könnte das neue Blog-Layout, ein besseres Leistungsportfolio, eigene Produkte oder die neue Büro-Gestaltung so nützlich sein – um mal ein paar Beispiele aus unserem eigenen Kontext zu nennen. Genau hier können Hackdays helfen. Unsere Kunden versuchen meist auf zwei Wegen, solche Querschnittsaufgaben zu erledigen: Entweder sie vergeben einen Projektauftrag an eine Person oder Gruppe oder sie beauftragen Dienstleister. Heute möchte ich Dir mit dem Hackday einen anderen Weg vorstellen, den Du vielleicht irgendwie kennst, aber sicher selten in diesem Kontext nutzt. Er hilft Euch als Gruppe, etwas zu (er)schaffen und zu erledigen, stolz auf das Erreichte zu sein und Euch so als Gruppe, Team oder Unternehmen zu stärken. Er bewahrt Dein Team und Dich davor, wie der Hase vor der Schlange in Analyse-Paralyse zu erstarren und Dinge zu Tode zu …

Stillstand

Völliger Stillstand

„Veränderung wird überbewertet“, sagte der alte Kreitler und lehnte sich in seinem Chefsessel zurück. Vor ihm stand wieder mal einer, der hier frischen Wind reinbringen wollte. Wie oft hatten diese Innovationsenthusiasten ihn in den letzten Jahrzehnten schon belästigt. Diesmal war es sein neuer Leiter Forschung und Entwicklung, ein junges Bürschlein von noch nicht mal 40 Jahren. Er stand vor ihm und quasselte etwas von Neuaufstellung, Zukunftsfähigkeit und Anpassung an veränderte Umfeldbedingungen.

Dr. Maik Bohne, Hamburg Port Authority Dr. Maik Bohne, Hamburg Port Authority Beteiligungsprozesse moderieren

Beteiligungsprozesse moderieren (GASTBEITRAG)

Mit unserem ersten Gastbeitrag widmen wir uns dem Thema „Beteiligungsprozesse moderieren“. Mit Dr. Maik Bohne haben wir auch einen tollen Autor gewinnen können. Maik arbeitet bei der Hamburg Port Authority und hat es mit öffentlich kontrovers diskutierten Fragen zu tun. Seine Themen betreffen immer viele Interessen und Gruppen. Um Themen in solchen schwierigen Situationen voranzubringen, setzt er u.a. auf Beteiligungsverfahren. So war er für das Dialogforum Tideelbe verantwortlich. Ich kenne Maik von gemeinsamen Politikseminaren aus Göttingen. Nach dem Studium haben wir uns eine ganze Weile aus den Augen verloren. Während ich in die Zukunftsforschung eingetaucht bin, hat er promoviert und war für die beteiligungsorientierte Kommunikationsberatung IFOK in Berlin tätig. Erst seit er in Hamburg wohnt, plauschen wir bei Mittagessen auch über Moderationsthemen. Ich freue mich sehr, dass er den ersten Gastbeitrag schreibt und seine Grundsätze für die Moderation von Beteiligungsprozessen mit uns teilt.

Mit Störern in Workshops umgehen

Wie Du mit Störern in Workshops umgehen kannst

Vor einigen Jahren habe ich einmal eine Präsentation vor einer Gruppe von Ingenieuren aus einem Elektronikkonzern gehalten. 2-3 Personen haben mir systemastisch jedes Chart und jede Aussage auseinandergenommen. In der Mittagspause hat mich mein Ansprechpartner zur Seite genommen und sagte „Alles gut, Jörg. Das sind Ingenieure. Die nehmen alles bis zur kleinsten Schraube auseinander, um alles zu verstehen.“ Seither freue ich mich über solche aktive Formen der Aneignung. Aber es gibt auch die unangenehmen, wenig produktiven Störer. In diesem Beitrag stelle ich sieben Typen vor. Vier sind gefährlich, einer harmlos und zwei sind sogar nützliche Querulanten. Zum Schluss findest Du noch meine 13 Faustformeln wie Du mit Störern in Workshops umgehen kannst. Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #Kritikprofis vom PR-Doktor Dr. Kerstin Hoffmann. 

Dirk Bathen, Jörg Jelden und Valentin Heyde

Rückblick nach vorn zum Halbjahres-Geburtstag

Unser Blog hat halbjähriges Jubiläum. Und 2016 steht vor der Tür. Ein guter Anlass für ein Zwischenfazit und etwas Blick voraus. Welche Beiträge wurden am meisten geklickt? Was hat komfortzonen.de mit uns gemacht und was mit unserem Umfeld, unseren Projekten, der Zusammenarbeit. Was kommt bei uns ins Rollen, was wollen wir anpacken und was wünscht Ihr euch eigentlich, werte Lesende?